180km Trekking in Grönland – Die Ausrüstung Teil 3

In Teil 1 der Ausrüstungsübersicht haben wir die Bekleidung und das Schuhwerk genauer unter die Lupe genommen.

Teil 2 befasste sich mit dem Equipment und der Verpflegung für den Arctic Circle Trail.

Der vorliegende Teil 3 geht nun auf die Reiseapotheke, Navigation/Kommunikation und weiteren Ausrüstungsgegentänden und schließt unsere Ausrüstungsübersicht für den Arcitc Circle Trail vorerst ab. Sobald wir die Fernwanderung heil überstanden und zurück sind werden wir ausführlich und mit Bildern berichten.

Reiseapotheke

Um gegen die schlimmsten Eventualitäten gewappnet zu sein, sollte auf ein Breitband-Antibiotikum und ein Anti-Allergikum nicht verzichtet werden (auch wichtig, wenn eine plötzliche Penicillin-Allergie auftritt). Bewährt haben sich insbesondere Compeed Pflaster, die auch mehrere Tage getragen werden können (und sollen!).

Bei Mückenmittel empfiehlt sich, immer auch vor Ort nach einem bewährten Präparat zu suchen. Erfahrungsgemäß interessiert die Mücken unser Aufgebot an Chemie reichlich wenig.

  • Antibiotika
  • Schmerzmittel
  • Antiallergikum
  • Verbandszeug, Erste Hilfe Set
  • Desinfektionsmittel
  • Rettungsdecke
  • Compeed Blasenpflaster und Tape
  • Mückenmittel
  • Voltaren
  • Aspirin
  • biologisch abbaubare Seife
  • Microfaser Handtuch
  • Sonnenschutz LSF 50
  • Vaseline

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Navigation

Gute Papierkarten (3 Blätter, 1:100.000) und ein einfacher Handkompass sind ein nicht diskutierbares Muss! Die Missweisung bitte v o r  der Tour einstellen.
Darüber hinaus ist natürlich ein GPS-Gerät die erste Wahl, bei uns der Garmin Oregon 600. Gefüttert mit den selbstgescannten Papierkarten als Rastermaps und einigen groben Koordinaten – was wo sein könnte. Die ebenso ladbaren Open Street Map Karten sind in diesem Gebiet nicht sehr detailreich, um nicht zu sagen weitgehend leer.
Der wasserdichte Oregon kommt bei ausgeschaltetem Display gut 2 Tage über die Runden, dann müssen die Akkus nachgeladen oder getauscht werden. Demgegenüber macht ein iPhone bereits nach 3 bis 4 Stunden schlapp, von der mechanischen Empfindlichkeit mal ganz abgesehen.
Unsere genauen Wegpunkte und Tracks werden wir nach der Tour zum Download zur Verfügung stellen.

Kommunikation

Hierbei scheiden sich die Geister. Wer „wie verrückt ist das denn“ ausrufen muss, der darf bitte später weiterlesen.
Für sicherheitsbewusste Technikfreaks, Kommunikationsbedürftige und den NSA sind diese Ausführungen unverzichtbar.
Telefonische Verbindungen bekommt man über Iridium Satellitentelefone in bester Qualität, zuverlässig, einfach und problemlos.
Die Minute für ca. 1,10 bis 1,60€ die Minute. Standby-Zeit und Sprechzeiten (über 1 Stunde) reichen auch ohne Akku laden aus. 370g die sich lohnen können.
Aber – telefonieren reicht nicht – wir bloggen ja.
Dazu benötigt man z.B. ein iPad oder iPad mini, ein iPhone (Not-Notfall) oder Vergleichbares, möglichst eine separate BT-Tastatur (ab ca. 190g) und einen Iridium-Axcesspoint, der die drahtlose Datenverbindung zwischen Satellitentelefon und iPad herstellen muss. Alle Geräte sind mit aufladbaren Batterien ausgestattet, die leider schneller als gehofft leer werden. Also wird ein Akkupack (min 44Wh) und ein faltbares 25W-Solarmodul (Ertrag bis zu 90Wh/d bei voller Sonne) erforderlich.
Zu allem Überfluss gehören noch Kabel ohne Ende dazu.
Der Lohn der Mühen? Wenn ich das nur wüsste!
Für tiefergehende Infos empfehlen wir die Lektüre meines Blogartikels „Mit der Sonne laden – Energie mobil“ und „iPad auf Reisen

Sonstiges

Von den denkbaren und auch mitgeführten Gerätschaften, nur einige zum Abwägen und Nachdenken:

  • 20 bis 50m Dyneema-Schnur ø2,5mm mit 2 Karabinern.
    Mit nur 3,5g/m und einer Reißfestigkeit von über 1/2 to (20m ergeben nur 70g!)  ermöglicht dieses Stück Schnur nicht nur Notreparaturen aller Art, sondern auch die Bergung von Lasten oder Personen, das Sichern bei Flußüberquerungen ohne sich mit übermäßiger Sicherheitsausrüstung belasten zu müssen.
  • Fotoapparat mit zusätzlichen Speicherkarten und Lademöglichkeit aus Akkupack
  • Steripen, USB ladbar, für die schnelle Wasserentkeimung
  • Stirnlampe breitstrahlend
  • Taschenlampe mit großer Reichweite
  • Nähmaschinen-Nadeln ( Taschenwerkzeug mit Zange notwendig) mit festem Garn.
  • Reparaturset für Stoffe
  • Panzerband Stückchen

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Teil 1: Schuhwerk und Bekleidung.
Teil 2: Equipment und Verpflegung.


2 Gedanken zu „180km Trekking in Grönland – Die Ausrüstung Teil 3“

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